Der Salvador Dalí der GIFs

Dream no. 7. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung des Künstlers.

Wenn Salvador Dalí heute noch am Leben wäre, würde er seine Zeit wohl mit dem erstellen fesselnder GIFs verbringen. Das Resultat könnte in etwa so aussehen, wie die Traumsequenzen von Milos Rajkovic, a.k.a. Sholim.

Durch die Kombination von alten Filmausschnitten und Animationseffekten erschafft Sholim surreale Traumsequenzen, die an die Werke von M.C. Escher und Terry Gilliam erinnern – mit einem entscheidenden Vorteil: Sholims Werke bewegen sich und ziehen den Zuschauer so durch ihre Detailtiefe in den Bann.

Dream no. 3

Dream no. 8

„Ich nutze Photoshop und After Effects für die Animation“, erklärt Sholim. „Als Grundlage benutze ich manchmal eigene Aufnahmen oder aber interessante Ausschnitte aus alten Filmen, vor allem von jugoslawischen Filmen aus den 70ern oder 80ern, die ich sehr mag.“ Der Künstler benutzt auch Clips aus US-amerikanischen Fernsehfilmen. Auch wenn die holprige Darstellung und unscharfen Aufnahmen hervorragend die komischen Elemente des Surrealismus herausstellen, hat Sholim mit den GIFs ernstzunehmende Kunstwerke erschaffen.

In der Dream-Serie sowie in Sholims gesamten Werk gibt es ein klares, wiederkehrendes Motiv: wilde, leere, körperlose oder ausgeschnittene Augen. „Es erzeugt einen sehr interessanten optischen Effekt, wenn ich Figuren ohne Augen erschaffe“, erklärt er. „Der Effekt ist gruselig und schön zugleich, weil man sich nie sicher ist, ob die Figur weiß, was um sie herum passiert. Dadurch entsteht eine mysteriöse Atmosphäre, die ich bei Kunstwerken sehr schätze.“

Als Inspiration für seine Arbeiten nennt Sholim nicht etwa die großen Surrealisten des 20. Jahrhunderts sondern „das gesamte Internet. Hier gibt es jede Menge Kreativität, Blödsinn und sogar Memes, die als Inspiration dienen können.“

Dream no. 11 (censored version)

Dream no. 1

Dream no. 6

Dream no. 9

Dream no. 10

Weitere surrealistische GIFs und Informationen über den Künstler findet ihr auf Sholims Webseite